Das Projekt

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Georg Schweisfurth/Simon Tress

Lokal. Auf der Suche nach dem echten Essen

Die Idee: Vor knapp 15 Jahren war es noch ganz normal, Obst, Gemüse, Getreide, Milch oder Fleisch aus der eigenen Region zu beziehen. Doch über die Jahre hat sich die Bezeichnung und auch der wahre Ursprung der Regionalität verfälscht und kommerzialisiert. Durch Globalisierung und Industrialisierung der Nahrungsmittelproduktion schwindet bei den Menschen immer mehr das Wissen, aber auch das Vertrauen in heimische Lebensmittel. Gleichzeitig wird der Wunsch nach echten und hochwertigen Produkten aus biologischer Landwirtschaft und artgerechter Tierhaltung immer größer.

Georg Schweisfurth und Simon Tress machen sich daher auf die Suche nach dem echten = lokalen Geschmack. Lokal bedeutet für die beiden: Bezug von Lebensmitteln, die maximal 15 Kilometer um den eigenen Lebensmittelpunkt herum produziert werden. Geplant sind circa 11 Reisen zu den unterschiedlichsten Orten in Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz, begleitet von einem Fotografen und einer Bloggerin.

Doch gut informiert losfahren, vielleicht noch vollbepackt mit Lebensmitteln, wäre Georg Schweisfurth und Simon Tress zu einfach. Deshalb stellen sie sich einer Challenge: Steht eine der 11 Reisen an, wird am Freitag via Facebook ausgelost, wohin diese gehen soll. Die beiden Autoren wissen also bis kurz vorab nicht, an welchen Ort es sie verschlagen wird. Zwischen Sonntagnacht und Montagmorgen machen sie sich auf den Weg. Endlich angekommen müssen sie mit allem, was sie im Umkreis von 15 Kilometern vorfinden, etwas Schmackhaftes kreieren. Das einzige Produkt, das die beiden immer bei sich haben, ist ein Sack guten Salzes. Nach dem Kochen werden die Speisen an einem besonderen Ort und an einer langen Tafel genossen, entweder mit den Anwohnern/Erzeugern des Ortes oder eingeladenen Gästen.

Aus den Rezepten, den Interviews mit Menschen, die noch viel Wert auf gute und nach ökologischen Grundsätzen hergestellte Lebensmittel legen, und packenden Fotos wird ein einzigartiges Lesekochbuch entstehen. Das Ziel dieses (Buch-)Projekts ist zu zeigen, welche kulinarischen Möglichkeiten sich schon in allernächster Nähe auftun. Es braucht kein Flugobst aus Neuseeland, noch nicht einmal Tomaten aus Italien, wenn wir das wahre „Regional“ wieder zu schätzen lernen: das Lokale.