Schwein gehabt!

Zu Besuch bei Alexandra und Oliver Kaminek vom Biohof N°5 und ihren Mangalitza-Schweinen.

Der Trend in der konventionellen Fleischindustrie ist uns allen bekannt: schnell, billig und möglichst mager muss das Stück sein. Dafür sind die Mangalitza-Schweine, über die wir auf dem Biohof N° 5 eine Menge gelernt haben, überhaupt nicht gemacht.

Die dicke Speckschicht und der auch ansonsten sehr hohe Fettanteil der Tiere, macht das Fleisch deshalb für viele nicht besonders attraktiv. Dabei ist Fett in Maßen nicht nur sehr lecker, sondern auch nicht unbedingt schlecht für uns. Wichtig ist die Herkunft, biologisch sollte es schon sein.

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Wir haben wunderbaren Lardo vom Biohof N° 5 bekommen. Alexandra und Oliver Kaminek halten auf einem ihrer Grundstücke eine überschaubare Herde Mangalitza-Schweine. Die kleinen Schweine mit der schicken Friese sind ganzjährig an der frischen Luft und können sich nach Herzenslust in Dreck und Schlamm suhlen.

Mangalitza-Schweine sind auch bekannt unter dem Namen Wollschwein (siehe die lockigen Borsten) und eine der ältesten, noch rein erhaltenen europäischen Schweinerassen. Sie sind sehr aktiv und absolut keine Mastschweine, wachsen langsam und brauchen Landwirte wie Alexandra und Oliver, die dieses gesunde Heranwachsen verstehen und akzeptieren.

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Den Lardo, mit Salz eingeriebener Mangalitza-Rückenspeck, haben wir bei unserer Wien-Reise zu Würfeln geschnitten und einem Brötchenteig zusammen mit gehacktem Bärlauch beigemischt. Das Ergebnis: kleine Bärlauch-Speck-Brötchen passend zu einem frischen Salat.

Ein Tipp von den Kamineks: Den Lardo hauchdünn in Scheiben schneiden, auf getröstetes Brot legen und man kann fast dabei zusehen, wie der Speck schmilzt.

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