Über Bäuerliche Landwirtschaft und Direktvermarktung

Auf unseren LOKAL-Reisen besuchen wir ganz bewusst die kleinen „bäuerlichen“ Betriebe. Wir wollen genauer hinschauen und dazu anregen, diese durch unsere und eure Nachfrage zu unterstützen.

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Bäuerlich heißt, dass ein relativ kleiner landwirtschaftlicher Betrieb mit 25 bis 50 Hektar eigenem und/oder zugepachtetem Land eine Familie und vielleicht noch einen Lehrling und nach Möglichkeit die Großeltern beschäftigt und ernährt.

Noch gibt es solche Betriebe, die wir, wie ich finde, im Gegensatz zu den industriell produzierenden Großagrariern unterstützen müssen. Wegen der nach bewirtschafteten Flächen verteilten Subventionen müssen sie mit verhältnismäßig wenig europäischer Unterstützung überleben und vermarkten häufig viele ihrer Erzeugnisse direkt an den Endverbraucher, um aus den Zwängen der spekulativen Erzeugerpreise herauszukommen und das ruinöse Preisdiktat der Großeinkäufer zu umgehen, also nicht „in die Globalisierung hineingezogen“ zu werden. Die Erzeugerpreisentwicklung unserer landwirtschaftlichen Güter basiert immer weniger auf Angebot und Nachfrage und auf tatsächlichen Kosten (inklusive sozialer Kosten), wie es sich gehören würde, sondern auf den Börsenpreisen, die wiederum durch die Aktionen der Lebensmittel-Spekulanten bestimmt werden.

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Die einzige Möglichkeit, dieser wahnsinnigen Globalisierung zu entkommen, ist, sich selbst als Bauer auf die Hinterbeine zu stellen und direkt zu vermarkten. Das ist nicht banal. Um attraktiv zu sein, müssen sie eine gewisse Palette an Lebensmitteln anbieten. Etwa Fleisch, Getreide, Brot, Eier, Obst und Gemüse. Diese Freiheiten dieser Marktnische werden oft mit viel Mühe und vollem persönlichem Einsatz erkämpft. Und reich wird damit niemand! Wenn auch in Zukunft bäuerliche Familienbetriebe eine Überlebenschance haben sollen und nicht alles – auch im Biolandbau – den großen Agrarunternehmen überlassen werden soll, müssen wir diese unterstützen, wo immer wir können!

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