Unsere 2. Challenge in Heilbronn

Wow – schon ist die zweite Challenge vorbei! Heilbronn und seine Einwohner: Ihr wart sehr gut zu uns! Nur die besten Produkte, die sympathischsten Menschen und eine Traumlocation mitten in den vom Herbst bunt gefärbten Weinreben für das Essen am zweiten Tag. Mal ehrlich: Was will man mehr?!

DER ABLAUF

Dieses Mal haben wir ein paar Dinge anders gemacht, die bei der ersten Reise noch nicht so gut gelaufen sind. Nachdem Andreas Hoppe letzten Freitag Heilbronn aus seinem Lostopf gezogen hat, ging es für uns an die Arbeit: Heilbronn und seine Umgebung unter die Lupe nehmen, Erzeuger ausfindig machen, einen Zeitplan erstellen und eine Übernachtungsmöglichkeit für das Team buchen. Gesagt, getan: Wir haben auf Anhieb zwei interessante Biohöfe und eine Kräuterexpertin gefunden – Jackpot! Übernachtet haben wir in der Jugendherberge Heilbronn. Ganz wie früher: Fast wie bei einer kleinen Zeitreise in die Vergangenheit haben wir in einem Jungs- und einem Mädchenschlafraum geschlafen. Nach einem ganzen Tag an der frischen Luft und so vielen neuen Eindrücken kann man schließlich überall schlafen. 😉

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DIE ERZEUGER

Montagmorgen haben wir Halt bei Kräuterfrau Ingrid Hagner aus Obereisesheim gemacht. Hinter dem Wohnhaus von ihr und ihrem Mann Werner erstreckt sich ein riesiger Garten mit über 40 verschiedenen Kräutersorten. Und Ingrid? Sie wusste viele Geschichten, Anekdoten und die genaue Wirkung aller Kräuter und außerdem immer ganz genau, wo sie Zitronenmelisse, Brennnessel, Giersch und noch viel mehr findet. Für uns war zwar nicht alles, aber ziemlich viel, einfach nur grün.

Der zweite Stopp: Der Föll Biohof von Marion und Marcus Föll. Die Landwirte bauen typische Obstsorten wie Äpfel und Birnen an, aber auch exotische Früchte wie Minikiwis, eine Kreuzung aus Stachelbeere und – ihr ahnt es – Kiwis. Die Böden in der Umgebung und das Klima sind prädestiniert für diese kleinen und süßen Früchte, „Weikis“ genannt.

Zuletzt haben wir die Familie Lang auf ihrem Biohof besucht und in guter Gesellschaft von schmatzenden Kühen (Kartoffeln sind ihre Leibspeise) und wiehernden Pferden mehr über ihre Philosophie und Motivation gelernt. Unter anderem dazu gibt es in den nächsten Tagen und Wochen mehr.

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DAS GEMEINSAME ESSEN

Am ersten Abend haben wir uns mit Winzer Andreas Stutz vom Ökoweingut Stutz in seiner Kelterhalle getroffen. Wir haben einen Tisch aufgestellt, ein bisschen Musik eingelegt und dann ging es schon los mit dem Waschen und Schnippeln, damit wir am nächsten Tag in Ruhe die Winzerhütte zwischen Andreas Weinreben beziehen konnten. Das kleine Häuschen war perfekt für unser Vorhaben: Auf dem kleinen Platz vor der Hütte wurde gekocht und angerichtet während im Inneren die Gäste gemütlich bei Kerzenschein, einem kleinen Ofen und einem Gläschen Wein zusammensaßen.

Was es zu essen gab? Ein abwechslungsreiches veganes Menü aus Zutaten wie Rote Bete, Pastinaken, Brennnessel, Kürbis, Trauben, Karotten, Giersch und Kartoffeln. Das zeigt: Aus einfachen Zutaten und wilden Kräutern kann wunderschön gekocht werden, man wird satt, keine Frage, und da alle aufgegessen haben, hat es wohl auch geschmeckt. 😉

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UNSER FAZIT

Wir haben bei dieser Challenge vorausschauend geplant, einen Zeitplan erstellt und auch die Erzeuger wussten im Voraus, mit was sie rechnen können. Deshalb sind die gesamten zwei Tage in Heilbronn geregelter abgelaufen als in Gammertingen. Mit nur drei Erzeugern, die wir am ersten Tag besucht haben, hatten wir am zweiten Tag genügend Zeit für die Vorbereitung, die Ausarbeitung der Rezepte und für Details wie die Dekoration für unsere Gäste – und es hat sich gelohnt!

Wir lieben was wir hier tun! Das Thema LOKAL liegt uns sehr am Herzen und mit unseren Reisen können wir vermitteln, dass es möglich ist, mit heimischen Zutaten vielfältig und reichhaltig zu kochen und zu essen. Wir hoffen, dass wir Euch, liebe Leser und Follower, mit unseren Challenges inspirieren können. Obwohl dem Ganzen ein ernster Gedanke zugrunde liegt, vergessen wir niemals den Spaß dabei. Und genau das haben wir: Das, was wir tagtäglich tun, macht uns Spaß. Dafür sind wir wirklich sehr dankbar und wir wissen das sehr zu schätzen. Danke, dass ihr da draußen das ganze Projekt in dieser Form möglich macht!

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